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1. Männer | 25.02.2018

Zu spät Moral bewiesen

Am vergangenen Wochenende waren die Salzwedeler Handballmänner bei der zweiten Vertretung des MTV Soltau zu Gast. Nach 9:14 zur Pause ging das Spiel 25:29 verloren.

Das Ergebnis ist dabei leider deutlicher, als es beim Blick auf den Spielverlauf hätte sein müssen. Zunächst begann die Partie sehr ausgeglichen. In der, wie erwartet, sehr staubigen Halle, in der zusätzlich ein das Haftmittelverbot vorherrscht, mussten sich beide Seiten von Anfang an auf ein schwieriges Handballspiel einstellen.

Dass sich die Soltauer auf dem Terrain etwas besser auskennen, sorgte dann auch dafür, dass trotz Salzwedeler Anwurf zunächst die Soltauer ständig vorlegten. Es wirkte auf der Heimseite etwas geduldiger und strukturierter. Das Salzwedeler Spiel war hingegen geprägt von Einzelaktionen. Dennoch blieben die Teutonen standhaft, kämpften und hielten gegen die favorisierten Soltauer mit. So konnte Martin Kersten in der 13. Minute den 6:6 Ausgleich erzielen.

Nach einigen technischen Fehlern auf beiden Seiten, zog der Trainer die grüne Karte. Die Auszeit nutzten die Gastgeber besser als die Salzwedeler. Die hektischen Aktionen häuften sich im Salzwedeler Spiel und so konnten sich die Soltauer über 11:8 auf 14:9 zur Pause absetzen. Der Schock war den Männern von Klaus Gobat ins Gesicht geschrieben. Der erfolgreichste Salzwedeler an diesem Tag, Gordon Sobolowski, versuchte mit seiner Halbzeitansprache die Köpfe seiner Mitspieler nochmal freizukriegen.

Doch zunächst drückte nur Soltau aufs Tempo. Über 17:11 konnten sich die Gastgeber bis zur 39. Minute auf 20:13 absetzen. Das Spiel schien entschieden. War es aber noch nicht. Die Salzwedeler stellten in Angriff und Abwehr nochmal um. Während nun der Teutonenexpress langsam Fahrt aufnahm, mussten die Soltauer mit eigenen technischen Fehlern kämpfen. Über 23:19 kämpften sich die Salzwedler wieder auf 24:22 heran.

Die Heimmanschaft reagierte mit einer Auszeit, die jedoch für den Moment nicht viel einbrachte. Beim 25:24 in der 57. Minute hatten die Salzwedeler nun sogar die Chance zum Ausgleich. Dieser wollte aber bei zwei Versuchen nicht gelingen. Im Gegenteil - schwindende Kräfte sorgten für Konzentrationsmängel, was zu technischen Fehlern führte. So stand es zwei Strafwürfe und zwei Konter später 29:24 für die Soltauer Gastgeber. Das 29:25 durch Gustav Gercke Sekunden vor Schluss war leider nicht mehr, als Ergebniskosmetik.

So deutlich der Halbzeitstand und das Endergebnis aussehen mögen, so hätte das Spiel auch gut anders ausgehen können und so wäre aufgrund der gezeigten Moral vielleicht ein Unentschieden gerecht gewesen. Aber hätte wenn und aber, der SVT steht wieder einmal mit leeren Händen da und wie es ein wahrlich motivierender "Fan" auf der Homepage formuliert, jetzt zählen nur noch Siege. Durch den Sieg der Luhdorfer gegen Mitabstiegskandidat Celle nehmen die Salzwedeler nun nur noch den vorletzten Tabellenplatz ein. Ob am kommenden Wochenende in Bergen mehr drin ist? Wir werden sehen und auf jeden Fall auch für "Andie" und alle anderen kämpfen!

Vorbericht: Am Sonntag in der Fremde

Am Sonntag müssen die Salzwedeler Handballmänner beim MTV Soltau Farbe bekennen. Anpfiff der Partie gegen den Tabellen-Achten ist um 15:00 Uhr.

Zwei Dinge stehen den Salzwedelern am Wochenende im Weg. Zum einen ist die Halle in Soltau dafür bekannt, dass sich auf dem Spielfeld die Wollmäuse tummeln. Dafür ist am Spielfeldrand ausreichend Sand gestreut, damit die Zuschauer auf dem Staub nicht ausrutschen.

Zum Anderen wartet mit Soltau die Wundertüte der Liga auf die Teutonen. Ob die Gastgeber ab und zu von ihrer Jahreskarte im Heide Park gebrauch machen, ist nicht überliefert, was jedoch auffällig ist, dass die Spielbeteiligung der einzelnen Teammitglieder stark schwankend ist. So kommt es dann, dass die Soltauer mal ein Spitzenteam der Liga deklassieren (30:23 gg Eyendorf) aber eben auch empfindliche Niederlagen einstecken muss (42:19 in Dannenberg).

Eine dieser Niederlagen für den Gastgeber setzte es in der Hinrunde in Salzwedel. Beide Seiten haben das nicht vergessen. So können die Salzwedeler mit genug Selbstvertrauen anreisen. Dass es kein Selbstläufer wird, ist dabei alle bewusst, da Soltau sicherlich mit mehr Manpower als im Hinspiel aufwarten wird.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Salzwedeler von der Eyendorf-Pleite erholt haben. Fehlen wird sicher Michael Schulze, der noch seine Sperre absitzen muss, Denny Hornisch und Friedrich Düster. Damit fehlen wieder drei Rückraumakteure, was die Aufgabe gegen die robuste Deckung nicht einfacher macht. Der Rest sollte jedoch an Bord sein, sodass Trainer Klaus Gobat ausreichend Wechselalternativen zur Verfügung stehen.

Quelle: Erste Männermannschaft